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http://observingthf.tumblr.com
Um meine Filme voll zu bekommen, gehe ich öfters zum Tempelhofer Feld. Dabei entstehen manchmal auch gute Bilder, die ich aber nicht immer hier im Blog zeigen will. Dafür gibt es jetzt den Tumblr “Observing THF”. Ab und zu auch tagesaktuell dank iPhone.
Ein Vorschlag zur Organspende
In Deutschland und auch anderswo mangelt es seit Jahren an gespendeten Organen. Auch die erst kürzlich beschlossene Neuregelung wird daran vermutlich nicht viel ändern. Nach ihr sollen Versicherte alle zwei Jahre Informationsschreiben samt Spenderausweis ihrer Krankenkassen erhalten und sich für oder gegen die Organspende entscheiden. Man setzt also auf eine erweiterte Zustimmungslösung, statt wie in Spanien oder Italien auf eine Widerspruchslösung. Vorausgesetzt wird in beiden Modellen jedoch, dass sich der potentielle Spender oder Verweigerer mit Organspenden intensiv auseinandersetzt und das Schreiben nicht ungeöffnet wegwirft.
Aber wie kann man erreichen, dass jemand sich mit einem Thema auseinandersetzt, dass andere Menschen zu einem Zeitpunkt betrifft, an den man nicht denken will, dem eigenen Tod?
Ich glaube, man sollte den Spieß umdrehen und fragen, was wäre, wenn aus dem Spender ein Bedürftiger wird.
Warum sollte jemand, der zuvor eine Spende seiner Organe nach seinem Tod verweigert hat, ein Organ implantiert bekommen? Beide Seiten, die Spendenbereitschaft und das Spendenbedürfnis, werden in der aktuellen Diskussion strikt getrennt, als gäbe es keinen Zusammenhang. Aber nicht anders funktionieren z.B. Krankenkassen: Wir zahlen jahrelang Beiträge ein, um im Notfall versorgt zu werden. Es ist selbstverständlich, dass nur der Behandlung erfährt, der zuvor eingezahlt hat. Diejenigen, die das nicht taten und trotzdem Leistungen erhalten wollen, nennt man Schmarotzer. Wieso also übertragen wir dieses funktionierende System nicht auch auf Organspenden?
Es könnte so aussehen: Bei der Krankenkasse wird hinterlegt, ob man einen Organspendeausweis hat oder nicht. Im Bedarfsfall werden die Spender bevorzugt behandelt, indem sie einen höheren Wartelistenplatz als Nichtspender bekommen. Dabei ist die vorherige Spendenbereitschaft nur eine Größe von vielen, die den Wartelistenplatz bestimmen. Verweigerer bekommen in Akutfällen immer noch eine Chance auf Behandlung, so wie auch Nicht-Versicherte in Notfällen behandelt werden müssen.
Das System mag drakonische Konsequenzen für Organschmarotzer haben, doch wenn die Aussicht auf diese mehr Menschen dazu anregt, über das Thema nachzudenken, ist schon viel erreicht. Im Erfolgsfall des Modells würde es diese Konsequenzen nicht mehr geben.
Sollte jemand noch keinen Organspendeausweis trotz Spendebereitschaft haben: Einfach am Computer ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und einstecken.
Teufelsberg
Nochmal Teufelsberg. Diesmal mit Farbfilm, Sonnenschein und Maja.











Imagewandel
Vom Größenwahnsinn der Nazis zum Freiheitssymbol des Westens zum größten Spielplatz.

Syrien



Berlin, Pariser Platz, 12. März 2012.










